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Alternativen

Soziale Suchmaschine Netselektor in der Betaphase

Tonspion-Gründer Udo Raaf stellt redaktionell betreute soziale Suchmaschine Netselektor in der Betaphase online.

netselektor website Wolfgang Sander-Beuermann: Suchmaschinen sind nicht schlecht - aber in der Auswahl relevanter Webseiten zu einem bestimmten Thema sind Experten aus Fleisch und Blut haeufig viel besser. Fuer andere Themen wiederum weiss die Masse der Nutzer viel mehr, als jedes Expertenteam und jede Suchmaschine. Wiederum andere Anfragen sind tatsaechlich am effizentesten per Suchmaschine zu finden. Also liegt es doch auf der Hand, diese verschiedenen Suchstrategien zu kombinieren. Genau das versucht Netselektor (http://www.netselektor.de).

Der Vermarkter von netselektor beschreibt den Dienst so:

Die Basis von Netselektor bilden die Internetnutzer, die ihre Lesezeichen anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Kombiniert wird diese Web 2.0-Anwendung, so genannte Social Bookmarks, mit klassischer redaktioneller Arbeit: Die Redaktion sichtet die gespeicherten Seiten, bewertet sie und nimmt die besten in den ausgewählten Netselektor-Bereich auf. Dabei handelt es sich um Angebote, die einen besonders großen Nutzen oder Unterhaltungswert haben. (Abruf 22.5.2008, http://www.netpoint-media.de/portfolio/netselektor.de.html)

In der Wikipedia steht ebenfalls bereits ein kurzer Eintrag:

Netselektor ist eine deutschsprachige Plattform für Social Bookmarks. Nutzer können ihre Lesezeichen online abspeichern, verwalten und mit anderen Nutzern teilen. Im Unterschied zu anderen Anbietern von Social Bookmarks wie Mister Wong, Linkarena oder Webnews wird eine Auswahl von gespeicherten Lesezeichen von einer Redaktion bearbeitet und in verschiedenen Rubriken aufbereitet. (Version 1. 11.2007, 17:12, http://de.wikipedia.org/wiki/Netselektor)

Am Ende frage ich mich aber doch, worin der große Vorteil von Netselektor liegt.

Themen: 

Suchmaschine Powerset durchforstet Wikipedia und versteht natürliche Sprache (ein bisschen)

heise.de berichtet über die neue Suchmaschine Powerset, die jetzt an den Start gegangen ist:

Powerset soll Eingaben in natürlicher Sprache verstehen und Antworten auf ausformulierte Fragen geben können. Einzelne Suchbegriffe sind ebenso zulässig. (13.05.2008 10:57, Erich Bonnert, http://www.heise.de/newsticker/Semantische-Suchmaschine-gestartet--/meld...)

Das scheint zu funktionieren, bei einfachen Fragen zumindest liefert die Suchmaschine eine Antwort, eine Zusammenfassung weiterer Informationen und eine Liste von Links. Bei "What is powerset?" gibt die Website z.B. mehrere logische Antworten aus: "Powerset (company) Powerset is a company based in San Francisco, California that is developing a natural language search engine for the Internet."

Momentan durchsucht Powerset Wikipedia-Beiträge und die Datenbank Freebase. Die Wikipedia ist meist gut betreut und logisch aufgebaut. Inwieweit Suchausgaben auch von anderen Webseiten gute Ergebnisse liefern werden, bleibt abzuwarten.

Derzeit versteht Powerset nur Eingaben in Englisch. Dabei analysiert der Suchdienst allerdings Wort für Wort und filtert nicht nur Schlüsselbegriffe aus wie herkömmliche Suchmaschinen. Der Suchraum von Powerset ist damit bedeutend kleiner, allerdings dauert es auch wesentlich länger, eine einzelne Seite zu analysieren. Ein einzelner Prozessor kann für eine Seite mehrere Sekunden brauchen, erklärte Barney Pell, einer der Powerset-Gründer. Die Suchalgorithmen gehen auf Forschungen der NASA sowie an den Instituten Xerox PARC und SRI International zurück. Ehemalige Mitarbeiter der NASA und des Xerox PARC gehören auch zu den Powerset-Gründern. Die Firma besteht seit 2005 und wird von mehreren Risikokapitalfirmen finanziert, darunter Foundation Capital und Founders Fund. (13.05.2008 10:57, Erich Bonnert, http://www.heise.de/newsticker/Semantische-Suchmaschine-gestartet--/meld...)

99 Millionen Euro für französische Suchmaschine Quaero

Wie heise.de berichtet hat die EU-Kommission nun eine erste Tranche von Beifhilfen Frankreichs in Höhe von 99 Millionen Euro für das Suchmaschinen-Projekt Quaero genehmigt.

Das Ziel von Quaero ist es, einen Google-ähnlichen Suchindex aufzubauen. Gestützt wird das Projekt von einem Konsortium von 23 Unternehmen, dem die Elektronikgruppe Thomson vorsteht. ... Das Gesamtbudget des FuE-Programms Quaero wird mit 199 Millionen Euro veranschlagt und soll eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Ziel ist es, neue Lösungen und maßgebliche Verbesserungen für die Erschließung multimedialer und multilingualer Inhalten in verschiedenen Formaten zu entwickeln. Thomson will so sein Angebot an Plattformen für die Bereitstellung audiovisueller Inhalte über neue Plattformen wie IPTV oder Video on Demand erweitern. Außerdem will es neue Systeme zur Verwaltung digitaler Multimediainhalte entwickeln. Ehemals war Quaero ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt. Als die französischen und deutschen Konsortien unterschiedliche Vorstellungen entwickelten, beschlossen sie, zwei eigenständige Programme durchzuführen. Die Deutschen gründeten ein eigenes Projekt namens Theseus, das sich, gestützt auf semantische Technologien, auf die Entwicklung spezialisierter Suchwerkzeuge konzentriert. (Christiane Schulzki-Haddouti, jo/c't, 12.03.2008 16:17, http://www.heise.de/newsticker/meldung/104960)

180 Millionen Förderung für Theseus - technologieferne Konzerne erhalten Großteil

Die Suchmaschinenpolitk rückt immer mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit. In der aktuellen Ausgabe der Technology Review (03/08) beschäftigt Ralf Grötker sich in einem Special auf 16 Seiten mit Google, Microsoft, Yahoo und Co. Unter dem Titel "Politische Querelen behindern europäische Google-Alternative" berichtet er als vorab vom Special auf Heise.de über die gescheiterte deutsch-französisch Suchmaschineninitiative Quaero und das deutsche Folgeprojekt Theseus. Hierin wird auf die unterschiedlichen Anschauungen von Frankreich und Deutschland bei den Zielen der Förderung als Grund hingewiesen.

Laut Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte gehe der deutsche Rückzug aus dem Projekt (Quaero) zurück auf einen "Wunsch" des Thomson-Konzerns, der eine enge Verzahnung nicht mehr für erreichbar gehalten habe. In Frankreich dagegen heißt es, eine Gruppe deutscher Forscher habe zu sehr darauf gedrängt, den Fokus auf semantische Technologien zu lenken. Das Projekt war am 26. April 2005 anlässlich eines deutschen Staatsbesuchs in Paris ursprünglich als "elektronische europäische Bibliothek" angekündigt worden. ... In der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Grietje Bettin ließ Wirtschaftsstaatssekretär Schauerte seinerzeit wissen, dass Deutschland 90 bis 100 Millionen Euro Fördermittel bereitstellen werde, aus Frankreich komme ein vergleichbarer Betrag. Zusammen mit den Eigenmitteln der beteiligten Unternehmen sollte sich dadurch ein Gesamtbudget für Quaero von "deutlich über 400 Millionen Euro" über die Laufzeit von fünf Jahren ergeben. Doch daraus sollte nichts werden: "Erste Hinweise zeichneten sich - rückblickend - im September/Oktober 2006 ab ...

... Das BMWi darf Theseus nun tatsächlich mit 90 Millionen Euro über fünf Jahre fördern. Die Partner aus Industrie und Forschung bringen ebenfalls 90 Millionen Euro auf, sodass das Programm ein Gesamtvolumen von 180 Millionen hat. Mancher Unternehmer stört sich allerdings daran, dass bislang nur relativ Internet-ferne Großkonzerne und keines der deutschen Vorzeige-Internet-Unternehmen wie United Internet oder Web.de beteiligt sind. (22.02.2008 12:34, http://www.heise.de/newsticker/meldung/103921)

Viel Geld fliesst dort. Mehr als die Trennung von Frankreich und Deutschland im Förderprogramm verwundert mich jedoch, dass fast ausschliesslich technologieferne Firmen an dem darauf folgenden deutschen Forschungsprogramm "Theseus" teilnehmen. Auch freie Software-Projekte wie Yacy oder deutsche Entwickler von Nutch/Lucene erhalten meines Wissens bisher keine Förderung aus Bundesmitteln. Kleine Summen könnten dabei gerade hier potentiell enorme Fortschritte erzielen.

Der Teaserbeitrag auf der Onlineseite von TR handelt von der Übermacht Googles und den Ansätzen kleiner Suchmaschinen und ehemaliger Suchmaschinengrößen wie Lycos durch Spezialangebote ihre Reichweite zu erhöhen.

Wie sehr Google das erfolgsverwöhnte Alphatier Microsoft über die Jahre hinweg zermürbt hat, lässt sich seit diesem Februar an einer Zahl ablesen: 45 Milliarden Dollar. So viel möchte Microsoft für den wichtigsten verbliebenen Google-Rivalen Yahoo! ausgeben - annähernd das Doppelte seines Börsenwertes vor dem Übernahme-Angebot. Dieser Frontalangriff zeigt, dass Microsoft sich offenbar nicht mehr dazu in der Lage sieht, durch eigene Kraft und eigene Produkte im Suchmaschinengeschäft zu Google aufschließen zu können. Wenn sogar Microsoft sein Heil nur noch in milliardenschweren Zukäufen sucht - wer sonst soll in der Lage sein, neben Google zu gedeihen? Tatsächlich hat sich in der Nische, die Google übrig gelassen hat, ein lebhaftes Biotop aus kleinen Suchmaschinen mit völlig unterschiedlichen Ansätzen entwickelt. Ist unter ihnen schon die Suchmaschine zu finden, der es einmal gelingen wird, Google zu schlagen - so wie Google einst selbst den lange als unangreifbar geltenden Konkurrenten Altavista aus dem Feld geräumt hat? ... Unter den neuen Suchmaschinenanbietern, die hier ihre Chance sehen, gibt es zum Beispiel solche, die auf Menschen setzen statt auf Algorithmen. Beim neuen Dienst ChaCha etwa stehen menschliche Internet-Führer Suchenden beim Finden der richtigen Ergebnisse zur Seite. Und Wikia Search, die neue Suchmaschine des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales, setzt darauf, dass die Kommentare und Wertungen der Nutzer langfristig zu einer neuen Qualität von Suchergebnissen führen werden. ... "Ganz ehrlich: Google wird im Bereich der algorithmischen Suche kaum noch jemand schlagen. Auch wir nicht", sagt Thomas Servatius. Er ist leitender Produktmanager bei Lycos Europe in Gütersloh und hat den Dienst "Lycos IQ" mit aufgebaut... .(03/08, http://www.heise.de/tr/Suchmaschinen--/artikel/10364).

Untergräbt Google den Zugang zu Wissen durch Bibliotheken?

Freie Suchmaschinen sind kein schöner Traum, sondern eine Notwendigkeit für eine offene und freie Gesellschaft. Der Zugang zu Wissen und Informationen darf nicht ausschliesslich über Suchmaschinen verfolgen, die lediglich kommerziellen Privatinteressen verpflichtet sind und nicht dem Allgemeinwohl. Immer mehr scheint sich diese Ansicht auch in den Bibliotheken durchzusetzen. Auf einer Tagung des internationalen Dachverbands der Bibliotheksvereinigungen (IFLA) im Auswärtigen Amt zur Rolle der Bibliotheken in der Wissensgesellschaft äusserten sich auch Miriam Nisbet, Direktorin des Abteilung Informationsgesellschaft bei der UNESCO, und Johannes Fournier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in diese Richtung.

Miriam Nisbet: "Googeln scheint den Zugang zu Wissen durch Bibliotheken zu untergraben" führte die US-Amerikanerin aus. Was diese Zugriffsmöglichkeiten aber erst wertvoll mache, sei die Plattform, über die sie erfolgen würden. Die Büchereien stünden auf dem Fundament der Idee der Freiheit und der Menschenrechte und hätten eine soziale Verantwortung. Daher müsse man fragen, ob "wir den Zugang zum Wissen überhaupt den Regeln des Marktes überlassen können". In diesem Falle würde die kulturelle Vielfalt verloren gehen, während sich soziale Ungleichheiten ausweiten würden, fürchtete Nisbet.

Auch Johannes Fournier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sah die Gefahr einer digitalen Spaltung "auch in der Form, dass Bibliothekare verstärkt von Nutzern getrennt werden". Viele würden sich nur noch auf Suchmaschinen verlassen, während Professoren sich selbst im Netz zu Wissensanbietern entwickeln würden. Dem müssten die Bibliotheken das Katalogisieren und Verfügbarmachen von Informationen auf höchsten Niveau entgegenstellen. Dabei sollte die soziale Interaktion mit den Nutzern etwa über mit Web-2.0-Funktionen zur Bewertung von Informationsressourcen ausgebaut werden. (Stefan Krempl, 21.02.2008 17:02, http://www.heise.de/newsticker/meldung/103885)

Europa führt bei Open Source

Ich habe ein Interview mit Andrew Aitken bei der heise-Konferenz Open Source Meets Business gemacht. Andrew ist der Gründer und Managing Partner der Olliance Group und berät Firmen wie IBM, Microsoft, Motorola, große Banken oder auch die US Navy zu ihren Open Source-Strategien. Sein Fokus ist vor allem "Commercial Open Source". Nach Aitken ist Europa weltweit gesehen an der Spitze bei der Einführung von Open Source, nicht jedoch unbedingt bei der kommerziellen Verwertung von Open Source Software.

Videolink: http://video.google.com/videoplay?docid=1399202456228324192
Kamera: Stefan Koehler

Aitken: “I would say Asia is probably three years behind North America, and which is behind five years behind Europe. ... Europe is the leader in the adoption of Open Source, not necessarily commercial Open Source, but Europe is clearly the leader in the adoption of Open Source in general.”

Wie können wir diese Erkenntniss für die Einführung freier Suchmaschinen nutzen? Ich bin der Meinung, freie Suchmaschinen können wahrscheinlich nur über den kommerziellen Weg verstärkt in der "Google-Gesellschaft" Einzug halten. Das bedeutet, es müssen Produkte da sein, für die Firmen Subscriptions etc. kaufen können und die eine Alternative zur Googlesuche für Firmen darstellen. Aus den Einnahmen kann die weitere Entwicklung bezahlt werden. Leider konnte ich den Vortrag von Bernd Fondermann auf der Konferenz nicht verfolgen. Unter dem Titel "Mach es wie Google" sprach er über Apache Lucene.

"Apache Lucene bietet eine vollwertige Suchmaschine auf Java-Basis, die in Unternehmensanwendungen integriert werden kann. Subprojekte erweitern die Suchmaschine um Crawler, massive Skalierbarkeit und eine Server-Komplettlösung." (http://www.heise.de/events/2008/open_source_meets_business/listview/55/p...)

Suchmaschinen, Politik und YaCy

(Der komplette zugehörige Artikel zu YaCy: in iX2/08, S.102-105)

Wer heute Informationen sucht, benutzt eine Suchmaschine. Die wiederum
wählt aus, welche Informationen aus der unendlich erscheinenden
Vielfalt sie anzeigt und "entscheidet" so darüber, was der
Fragestellende findet (=weiß).

Serchilo: Meta Search Engine with Wiki Commands

I followed a lightning talk of Georg Jähnig on serchilo.net at the 24c3 Chaos Communication Congress. The video is available now in the torrent network. I uploaded it to Google Video (please post alternatives as comments). Last year I already published an interview with Georg in German. He put quite a lot of work in improving the website and making it more international since then. Hope his ideas takes off even more in the upcoming year. Would be great to have him at the SuMa-eV congress this year as well.

Videolink: http://video.google.com/videoplay?docid=-5416119002471085549

Wikia Search Online

Die freie Suchmaschine von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales ist nun endlich in einer ersten Alpha-Version Online. Im Netz gibt es dazu bereits zahlreiche Kritiken:

News Google: wikia search

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