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persönliche Daten

Phoenix WissenschaftsFORUM: "Daten, Daten, Daten - Das Ende der Privatheit?"

Am Samstag, 20. Oktober 2007, 22.15-23.15 Uhr, gibts beim TV-Sender
Phoenix die im Titel genannte Sendung. Aus der Pressemitteilung dazu:

"Wer surft, wird erkannt - und das bereits bei der Einwahl. Gilt
die Aussage: "Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, der braucht
keinen Datenschutz"? Oder ist der Schutz unserer persönlichen Daten
wichtiger denn je? Diese und andere Fragen diskutiert Ranga Yogeshwar
mit seinen Gästen:

Prof. Johannes Weyer (Techniksoziologe, Universität
Dortmund): Der Techniksoziologe befasst sich mit den gesellschaftlichen
Folgen von Technik. Er ist Experte für Technikfolgenabschätzung.

Rainer Neumann (Vorstandsvorsitzender der "Schufa"): Die Schufa sammelt schon
seit 1927 Daten zur Kreditwürdigkeit von Kunden. Rainer Neumann ist als
Vorstandsvorsitzender oberster Wächter der Zahlungsmoral der Deutschen.

Dr. Thilo Weichert (Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein): Der
Jurist vertritt als Datenschutzexperte für die Rechte der Bürger.

Dr. Wolfgang Sander-Beuermann (Leiter Suchmaschinenlabor, Universität
Hannover): Suchmaschinen sind ein zentrales Instrument der modernen
Informationsgesellschaft. Wolfgang Sander-Beuermann leitet die
"Arbeitsgruppe Suchmaschinen", die sich mit Theorie und Praxis von
Google und Co. beschäftigt.

Werbung - Kernaufgabe der Suchmaschinenbetreiber?

Theo Röhle von der Universität Hamburg hat einen interessanten Beitrag über die Erhebung von Nutzerdaten bei Suchmaschinen, insbesondere bei der personalisierten Suche geschrieben. In ‘Think of it first as an advertising system’: Personalisierte Online-Suche als Datenlieferant des Marketings” (pdf) kommt er zu dem Ergebnis, "dass die gezielte Vermarktung von Werbeplätzen sich zur Kernaufgabe der Suchmaschinenbetreiber entwickelt hat." Die Personalisierte Online-Suche wie sie Google und Yahoo anbieten, können zwar für viele Nutzer die Suchergebnisse verbessern - also die Relevanz für den Einzelnen erhöhen -, durch die Protokollierung und Auswertung des Userverhaltens wird der Nutzer jedoch selbst überwachbar und persönliche Daten werden (möglicherweise gar zeitlich unbeschränkt) für kommerzielle Zwecke (aus)nutzbar.

Aufgrund des kommerziellen Hintergrunds der großen Suchmaschinen ist dies meiner Meinung nach nicht verwundernswert. Als profitorientierte Unternehmen sind sie in der Tat gezwungen, jedwede Möglichkeit Einnahmen zu erzielen zu nutzen.

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