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freie Suchmaschinen

MetaGer: Woher wir kommen - wohin wir gehen

Wolfgang Sander-Beuermann (CEO MetaGer/SUMA-EV), veröffentlicht auch auf www.password-online.de am 27.September

Viele Leser dieses Textes werden wissen, dass MetaGer aus der Uni Hannover stammt. Dort hat sie vor genau 20 Jahren als erste europäische Meta-Suchmaschine das "Licht der Welt erblickt". Seit ihrem zarten Alter von 16 Jahren, also seit 2012, steht MetaGer unter dem Dach des SUMA-EV auf eigenen Füßen. Seitdem ist eine Menge passiert. ... weiterlesen ...

Themen: 

Build your Own Search Service - BOSS: Yahoo öffnet seine Such-Infrastruktur weiter

Yahoo oeffnet seine Suche mit einem neuen Service, "Build your Own Search Service" (BOSS), weiter als je zuvor. Yahoo hat bereits mit Search Monkey, eine zwar nicht 100% offene, aber zusammenklickbare individuelle Suchmaschine geschaffen. Auch Nutzer anderer Dienste konnten bei Eurekster, Rollyo, Microsoft und Google persönliche Suchdienste zusammenklicken. "Allerdings sind alle diese Dienste in irgendeiner Weise eingeschränkt; vollen Zugriff auf den Index erhalten die Nutzer nicht." (heise.de).

Yahoo BOSS

BOSS (Build your Own Search Service) is Yahoo!'s open search web services platform. The goal of BOSS is simple: to foster innovation in the search industry. Developers, start-ups, and large Internet companies can use BOSS to build and launch web-scale search products that utilize the entire Yahoo! Search index. BOSS gives you access to Yahoo!'s investments in crawling and indexing, ranking and relevancy algorithms, and powerful infrastructure. By combining your unique assets and ideas with our search technology assets, BOSS is a platform for the next generation of search innovation, serving hundreds of millions of users across the Web. (11.7.2008, http://developer.yahoo.com/search/boss/)

Sind wir mit der derzeitigen Entwicklung bei Yahoo auf dem Weg zu freien Suchmaschinen und offenen Zugang zu Suchtechnologien? Wie Semager kuerzlich berichtete benutzt Yahoo bereits Open Source Suchsoftware fuer seine Webmap.

Hadoop Now at the Heart of Every Yahoo! Search ... On a very related note, we're announcing today that we implemented what we believe is the world's largest commercial application of Apache Hadoop. We are now using Hadoop to process the Webmap -- the application which produces the index from the billions of pages crawled by Yahoo! Search. (19.2.2008, http://www.ysearchblog.com/archives/000521.html)

Untergräbt Google den Zugang zu Wissen durch Bibliotheken?

Freie Suchmaschinen sind kein schöner Traum, sondern eine Notwendigkeit für eine offene und freie Gesellschaft. Der Zugang zu Wissen und Informationen darf nicht ausschliesslich über Suchmaschinen verfolgen, die lediglich kommerziellen Privatinteressen verpflichtet sind und nicht dem Allgemeinwohl. Immer mehr scheint sich diese Ansicht auch in den Bibliotheken durchzusetzen. Auf einer Tagung des internationalen Dachverbands der Bibliotheksvereinigungen (IFLA) im Auswärtigen Amt zur Rolle der Bibliotheken in der Wissensgesellschaft äusserten sich auch Miriam Nisbet, Direktorin des Abteilung Informationsgesellschaft bei der UNESCO, und Johannes Fournier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in diese Richtung.

Miriam Nisbet: "Googeln scheint den Zugang zu Wissen durch Bibliotheken zu untergraben" führte die US-Amerikanerin aus. Was diese Zugriffsmöglichkeiten aber erst wertvoll mache, sei die Plattform, über die sie erfolgen würden. Die Büchereien stünden auf dem Fundament der Idee der Freiheit und der Menschenrechte und hätten eine soziale Verantwortung. Daher müsse man fragen, ob "wir den Zugang zum Wissen überhaupt den Regeln des Marktes überlassen können". In diesem Falle würde die kulturelle Vielfalt verloren gehen, während sich soziale Ungleichheiten ausweiten würden, fürchtete Nisbet.

Auch Johannes Fournier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sah die Gefahr einer digitalen Spaltung "auch in der Form, dass Bibliothekare verstärkt von Nutzern getrennt werden". Viele würden sich nur noch auf Suchmaschinen verlassen, während Professoren sich selbst im Netz zu Wissensanbietern entwickeln würden. Dem müssten die Bibliotheken das Katalogisieren und Verfügbarmachen von Informationen auf höchsten Niveau entgegenstellen. Dabei sollte die soziale Interaktion mit den Nutzern etwa über mit Web-2.0-Funktionen zur Bewertung von Informationsressourcen ausgebaut werden. (Stefan Krempl, 21.02.2008 17:02, http://www.heise.de/newsticker/meldung/103885)

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