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Microsoft will Powerset fuer 100 Mio US-Dollar kaufen

Wie VentureBeat berichtet will Microsoft die semantische Suchmaschine Powerset für 100 Millionen US-Dollar oder moeglicherweise noch hoeher kaufen und hofft damit Google und Yahoo paroli zu bieten.

By buying Powerset, Microsoft is hoping to close the perceived quality gap with Google’s search engine. The move comes as Microsoft CEO Steve Ballmer continues to argue that improving search is Microsoft’s most important task. Microsoft’s market share in search has steadily declined, dropping further and further behind first-place Google and second place Yahoo. (Matt Marshall, June 26th, 2008, http://venturebeat.com/2008/06/26/micr...)

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 Die Suchmaschine Suchmaschine Powerset durchforstet momentan ausschliesslich Wikipedia die Datenbank Freebase. Eine Besonderheit ist, dass sie natuerlich formulierte Fragen versteht. Die Technologie ist jedoch bei weitem noch nicht ausgereift und funktioniert offensichtlich gerade aus dem Grund, dass Wikipedia als hauptsaechliche Quelle herangezogen wird. Die Wikipedia ist meist gut betreut und logisch aufgebaut. Inwieweit Suchausgaben auch von anderen Webseiten gute Ergebnisse liefern werden, bleibt abzuwarten.

Im Gegensatz zu Powerset hat Google bisher keine oeffentlichen Versuche mit Suchanfragen in natuerlicher Sprache unternommen.

Google has generally dismissed Powerset’s semantic, or “natural language” approach as being only marginally interesting, even though Google has hired some semantic specialists to work on that approach in limited fashion.  (Matt Marshall, June 26th, 2008, http://venturebeat.com/2008/06/26/micr...)

 

Kommentare

Das Problem liegt darin, dass es Powerset, wie auch den meisten anderen vermeintlichen semantischen Suchmaschinen an der nötigen Skalierbarkeit fehlt. Selbst mit einem massiven Einsatz von Serverkapazitäten ist der Algo von Powerset nur bedingt geeignet die ungleich höheren Datenmengen gegenüber einer Stichwortsuche zu verarbeiten.

Also muss man sich durch eine eingeschränkte Suche behelfen, z.b. nur in Wikipedia und Freebase zu suchen. Sehr trickreich ist hierbei auch, dass dies schon längst “saubere” Quellen sind, damit überhaupt erst durchsuchbar. Daneben ist gerade Wikipedia ein Linkmonster, was dazu führt, dass die vermeintliche Semantik weniger durch Contentsuche und Verarbeitung erreicht wird, sondern vielmehr durch das Aufspüren der, in diesem Fall, sehr detailierten Verlinkungen.

Powerset ist somit weniger eine semantische Suchmaschine, wenn man hierunter die automatisch Strukturierung eben unstrukturierter Datenbeständen versteht, als vielmehr eine Suchmaschine mit ab und an sinnvollen Ergebnissen, die durch die redaktionelle Bearbeitung und Normierung von Worten aus Fragesätzen entstehen.

Wirkliche Semantik bzw. ein Durchbruch bei der Internetsuche wäre es, wenn man Datenbestände automatisch strukturieren könnte, ganz ohne redaktionelle Bearbeitung eben auch unsaubere damit jegliche Quellen. Und dies mit beliebig großen Datenbeständen, die auch der Algo aushält.

Wie im Live Search Blog und bei heise und Telepolis nachzulesen, ist die Uebernahme in der Zwischenzeit perfekt.

- heise.de: Microsoft übernimmt Suchspezialisten Powerset
- Telepolis: Das große Suchen, Dirk Scheuring 10.07.2008,Warum kauft Microsoft Powerset?

 

Im Gegensatz zu Google, ist Microsoft durch einen linken Zug an die Spitze gekommen (wie wir alle wissen). Ich denke wohl kaum, dass diese Übernahme google Konkurrenz bieten kann. Man muss schon sagen, die von google haben es einfach drauf. Google gönne ich ihren Erfolg, da sie ihn in fairer und kompetitiver Art und Weise erreichten. Das war jetzt ein bißchen abweichen vom Thema, doch letztendlich sieht man die Strategie von Microsoft. Pures Marketing.

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