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Suchmaschinen, MetaGer und Internet: SUMA-EV Newsletter 02-13

Der folgende Text ist Auszug eines SUMA-EV Newsletters vom 3.4.2013. Newsletter können Sie bestellen unter:
http://www.suma-ev.de/kontakt/suma-ev-newsletter-bestellen.html.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten des SUMA-EV!

Dieser Newsletter befasst sich mit den folgenden Themen rund um MetaGer, Suchmaschinen und Internet:

1) MetaGer mit neuem Ranking: Treffende Ergebnisse nach vorn!

2) MetaGer Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT

3) Neues MetaGer-SUMA-Forum: http://forum.suma-ev.de

4) Neuigkeiten aus der Suchmaschinen-Szene

    a) Die russische Suchmaschine Yandex überholt Microsoft

    b) Google's neue Bildersuche: eine "Bilder-Klau-Suche"?

    c) Google hält EU-Ultimatum ein

    d) Weitere Erpressungen von Online-Shops durch negative
        Suchmaschinen-Optimierung (negativ-Seo)

5) Berichte der Internet-Enquete Kommission des Deutschen Bundestages

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1) MetaGer mit neuem Ranking: Treffende Ergebnisse nach vorn!

Jede gute Suchmaschine findet heutzutage zu fast jeder Abfrage passende Ergebnisse; entscheidend ist jedoch, dass die "passendsten" Ergebnisse möglichst weit "vorn"/oben in der Ergebnisliste erscheinen. Die spannende Frage ist dann: Welche Ergebnisse "passen" auf die Suchabfrage am besten?

Die Ergebnisse, die eine Suchmaschine aus dem Internet liefert, müssen dazu bewertet werden - das nennt man den Ranking Algorithmus. In ihm steckt ein großer Teil der Betriebsgeheimnisse jeder Suchmaschine.

Diesen Ranking Algorithmus haben wir bei MetaGer gründlich überarbeitet. Die treffendsten Ergebnisse von MetaGer sollten jetzt wirklich am weitesten oben erscheinen. Letztlich entscheiden aber immer die Nutzer darüber, welche Ergebnisse "passend" sind.

Uns interessiert daher jetzt ganz besonders: Wie beurteilen SIE als Nutzer von MetaGer die Ergebnisse? Finden Sie das, was Sie suchen? EMailen Sie uns Ihre Erfahrungen an: office@suma-ev.de

Auch die Darstellung der MetaGer-Ergebnisse haben wir leicht verändert: Auf der MetaGer-Ergebnisseite ist jetzt das gesamte ErgebnisFELD anklickbar. D.h. man muss nicht mehr den Cursor exakt auf dem Ergebnislink positionieren, sondern wenn man den Cursor über die Ergebnisliste bewegt, dann werden die einzelnen Treffer als komplette Felder hervorgehoben, und man kann IRGENDWO in dieses Feld klicken, um das Ergebnis angezeigt zu bekommen. Diesen Klick-Komfort bietet kaum eine andere Suchmaschine.

Bei der Überarbeitung des Ranking Algorithmus haben wir auf alle "Programmier-Tricks" verzichtet, die dem Nutzer ein "angenehmes Ergebnisbild" lediglich suggerieren: Ein beliebter Trick von Suchmaschinen ist es, diejenigen Webseiten besonders gut zu bewerten, die ein identifizierter Nutzer häufig anklickt. Das Anklicken macht er vor allem mit seiner eigenen Homepage. Diese wird dann nach einiger Zeit immer an erster Stelle erscheinen, was diesen speziellen Nutzer naturgemäß erfreut. Leider ist es nur ein billiger Programmier-Trick, denn sein Nachbar, der andere Seiten häufig anklickt, bekommt andere Seiten zuerst angezeigt.

Das Ganze nennt man die "Filter-Bubble", also die Einschränkung der Informations-Wahrnehmung durch eine schön-gefärbte, gefilterte "Wahrnehmungsblase". Dererlei Tricks machen wir mit MetaGer nicht - und auch keine anderen Tricks!

[... der vollständige Newsletter ist im Abonnement erhältlich ...]

5) Berichte der Internet-Enquete Kommission des Deutschen Bundestages

Die Arbeit der Internet-Enquete Kommission haben wir seitens SUMA-EV mit großen Interesse verfolgt und inhaltlich begleitet. Wir hatten uns auch direkt mit einem offenen Brief an die Abgeordneten gewandt (http://blog.suma-ev.de/node/190) und in das öffentliche Diskussionsforum der Enquete Kommission hatten wir den Vorschlag eingebracht: "Maßnahmen gegen die Vereinnahmung des Internet durch globale Online-Konzerne"
(https://demokratie.enquetebeteiligung.de/proposal/534-Ma%C3%9Fnahmen_gegen_die_Vereinnahmung_des_In)

Zeitweise - und nicht nur beim SUMA-EV - herrschte dann durchaus Frustration in der Netzgemeinde darüber, dass sich in der Internet-Enquete Kommission nichts "bewegte", der Vorwurf einer Alibi-Funktion wurde lauter.

Schaut man sich nun die Ergebnisse der verschiedenen Projektgruppen an (http://www.bundestag.de/internetenquete/Nach_der_letzten_Sitzung_FAQ/index.jsp), so kann dieser Eindruck revidiert werden: Die Berichte der Kommission zeigen, dass die meisten Probleme des Internet und der digitalen Gesellschaft zumindest doch thematisiert wurden. Das ist derzeit schon eine ganze Menge, wenn auch Lösungen noch in weiter Ferne stehen.

Zum SUMA-EV Vorschlag stellte die Kommission folgendes fest:

"Der Vorschlag Maßnahmen gegen die Vereinnahmung des Internet durch globale Online-Konzerne wird hier dokumentiert. In der Projektgruppe besteht Einigkeit, dass der Vorschlag einen wichtigen Punkt aufgreife, er fokussiere aber nicht auf den Kernbereich der inhaltlichen Auseinandersetzung in der Projektgruppe. Letztlich werfe der Vorschlag eine Frage auf, mit der sich zukünftig zu befassen sei."

Eine Frage, "mit der sich zukünftig zu befassen sei" - damit scheint unsere Botschaft doch angekommen.

Momentan dürfte es hierfür im politischen Raum aber wirklich noch zu früh sein, denn wir beobachten, dass zwischen den Abgeordneten des Deutschen Bundestages ein tiefer "digitaler Graben" verläuft, so wie dieser Graben sonst zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern besteht: Die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten ist nach unserem Eindruck von einer fundierten Diskussion über Probleme der digitalen Gesellschaft noch Lichtjahre weit entfernt; Zensursula und die Absurditäten eines Gesetzes zum so genannten "Leistungsschutzrecht" lassen grüßen. Über die Unsinnigkeiten des Leistungsschutzrechtes sind wir uns mit der digitalen Avantgarde des Bundestages (die Netz- und Medienpolitischen Sprecherinnen und Sprecher aller Parteien) durchaus einig - doch die Mehrheit in den Bundestags- und Bundesratsparteien ist in der digitalen Welt offenbar noch nicht angekommen.

Wir werden weiter daran arbeiten, dass sich auch Letzteres baldigst ändert!

Beste Grüße!
Wolfgang Sander-Beuermann

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