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Urheberrecht

OpenAccess/freiesWissen <-> Urheber-/Leistungsschutzrecht

Wenn ich Blogeinträge schreibe, dann weiss ich (sonst) meistens, was dabei herauskommt, oder zumindest, was ich möchte, dass es dabei herauskommt. In diesem Blogeintrag ist das anders: denn ich habe bisher keine klare Meinung oder Position zum in der Überschrift genannten Thema. Ich habe womöglich manchmal sogar mehrere Meinungen dazu in mir, die sich vielleicht sogar widersprechen. Dennoch ist mir klar, dass unsere digitale Wissensgesellschaft aus dem jetzigen Urheber-/Leistungsschutzrecht und ihren Verwertungsmodellen einen Weg in die Zukunft finden muss.

Wenn ich mich umschaue, welche Positionen andere zu diesem Thema haben, dann kann ich nur eine Gruppe erkennen, welche eine ganz glasklare Position hat: nämlich die Gruppe, die nichts verändern möchte, und alles Bisherige auch in der Zukunft fortsetzen möchte, die Digitalisierung und das Internet ignorierend, bzw. mit der Forderung, dass das Internet an das tradierte Recht angepasst werden müsse. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Position zukunftsfähig ist.

Um meine Gedanken zum Thema weiter zu sortieren, beginne ich mit einer Erfahrung aus meinem eigenen Leben. 1995 hatte ich ein Buch geschrieben mit dem Titel "Internet: Kurz und fündig".

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Google-Quake - Am Wendepunkt zwischen Gutenberg- und Google-Zeitalter, von Gerd Wilser

Das Projekt "Google Book Search" hat eine solche Größenordnung angenommen, dass es einem Erdbeben gleichkommt. Der Konzern digitalisiert seit Jahren das schriftliche Weltkulturerbe und stellt es auf abermillionen Seiten ins Netz. Die Folgen können noch in Generationen spürbar sein.

Das Projekt verschafft der Firma ein Monopol über das Wissen der Menschheit. Und verhilft Google zu einem Quantensprung vom reinen Internet Dienstleister zum Medien Konzern - prädestiniert, um zum größten Verlag und Online Buchhändler der Zukunft aufzusteigen.

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