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Widerspruch einlegen gegen Google Street View

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem "SuMa-eV Newsletter 3-10". Die Newsletter können abonniert werden unter
http://suma-ev.de/newsletterabo.html

Widerspruch gegen Street View kann eingelegt werden per Briefpost an:

Google Germany GmbH

- Street View -

ABC-Strasse 19

20354 Hamburg



oder per EMail an:

streetview-deutschland@google.com

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Datenhoheit: Was passiert mit meinen Daten?

Ob im Web 2.0 oder bei anderen "shared services": überall geben wir unsere eigenen Daten vertrauensseelig aus der Hand. Warum machen wir das? Was passiert eigentlich mit den Daten? Müssen diese Daten aus technischen Gründen wirklich unbegrenzt gespeichert werden? Das Beispiel einer Installation von etherpad zeigt: wenn der Wille da ist, ist der technische Aufwand sehr gering.

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Die grenzenlose Google-Gläubigkeit

Derzeit läuft eine Kartellklage gegen Google - die Blogs, Nachrichtenticker und Medienberichte sind voll davon. Aber selten habe ich so viel schwadronierendes Gefasel zu einem offenbar emotionsbeladenem Thema gelesen. Da wird allerorten die arme Firma mit dem hübschen bunten Logo bemitleidet, wie die bösen Kartellwächter sie nun angeblich attackieren. Dabei ist von den eigentlichen Vorwürfen noch überhaupt nichts bekannt - trotzdem werden sie vehement von allen Seiten zurückgewiesen.

Wie gesagt: die Vorwürfe in der Kartellklage sind im einzelnen nicht öffentlich bekannt, also können wir dazu gar nichts sagen. Bekannt sind lediglich recht allgemeine Formulierungen: Google manipuliere die Suchergebnis-Reihenfolge. Machen wir uns nun die Mühe, selber nach Fakten zu suchen.

Zum Vorwurf: Manipulation der Suchergebnisse. Dazu geben wir bei google.de das Wort >europa< ein. Wir erhalten zunächst stimmig Erscheinendes, dann jedoch einen Ausgabeblock mit der Überschrift "Ergebnisse anzeigen für: europa versicherung" und dann einige Ergebnisse, welche die "Europa-Versicherung" darstellen. Nanu, das sieht doch aus wie ein typischer Werbeblock, abgesetzt durch waagerechte Linien. Dieser Block ist jedoch nicht als Werbung gekennzeichnet. Das erscheint mir schon seltsam. Ähnliches funktioniert auch zu anderen Abfragewörtern.

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SuMa-eV Newsletter 1-10

Den einen oder anderen Newsletter werden wir auch hier im Blog veröffentlichen; mit dem ersten des Jahres 2010 mache ich den Anfang. Den Newsletter abonnieren kann man unter http://suma-ev.de/newsletterabo.html

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde des SuMa-eV,

zum Beginn eines neuen Jahres hat es sich bewährt, über den Tellerrand der Tagespolitik hinaus nach vorn und hinten und um sich herum zu schauen. Dazu muss weder Wildbad Kreuth noch das Dreikönigstreffen Vorbild sein, aber die Absicht ist dort sicherlich ähnlich. Die Blickrichtung unseres "Vereins für freien Wissenszugang" sollte umfassen, was mit der Wissens- und Informationsgesellschaft zu tun hat. Wie also hat sich diese Gesellschaft entwickelt, wohin tendiert sie?

Die IT-Gesellschaft 2009

Über die Entwicklung im vergangenen Jahr gibt eine eindrucksvolle Statistik der Firma Comscore [1], ausgewertet von FAZ.NET [2]. Der FAZ-Artikel ist überschrieben: "Internet-Weltrangliste: Google baut seinen Vorsprung aus" - die Webseiten von Google sind die weltweit am häufigsten angeklickten, gefolgt von Microsoft, Yahoo, Facebook und Wikimedia. So weit, so nicht gut, aber so ist es.

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Frohe Weihnachten!

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Aber als Unworte des Jahres schlage ich vor:

Weihnachtsstress + Weihnachtstauwetter

Frohe Weihnachten und einen guten Start nach 2010!

Wolfgang Sander-Beuermann

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Komisch, kaum jmd. hört zu ...

Komisch. kaum jmd. hört zu, wenn ich ihm oder ihr sage, dass die aktuell vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelte Vorratsdatenspeicherung harmlos ist, gegenüber dem, was bei den täglich benutzten Suchmaschinen und ihrem Umfeld so alles gespeichert wird. Google-Chef Eric Schmidt wies vor ein paar Tagen in einem Interview sogar selber noch zusätzlich darauf hin, dass all diese Info in den USA nach dem Patriot Act auch dem Geheimdienst zu Verfügung steht: http://www.20min.ch/digital/dossier/google/story/28073441. Datenschutzgesetzte wie in Deutschland sind in den USA sowieso unbekannt, und werden als überflüssig angesehen.

Man sollte nun denken, dass all die besorgten Datenschutzaktivisten, die beim Bundesverfassungsgericht so vehement gegen die Vorratsdatenspeicherung klagen oder protestieren, sich darüber bewusst sind, was bei den globalen Quasimonopolen in den USA gespeichert wird, und dass kein deutscher Datenschutz die Weitergabe dieser Daten verhindert. Man sollte also erwarten, dass diese Dienste auch weniger und weniger genutzt werden. Jedoch: das Gegenteil ist der Fall. Man möge mich bitte nicht falsch verstehen: ich bin nicht für die Vorratsdatenspeicherung, nein, ich bin sogar einer der 34.000 Kläger dagegen - aber ich bin für BEWUSSTES Handeln und Surfen im Internet!!

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"Google gehört jetzt das Internet"

"Öffentlicher DNS-Server von Google", wie immer alles kostenlos - so die Meldungen vom 4.12.09 (siehe z.B.: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Oeffentlicher-DNS-Server-von-Goog...) Der Internet-Nutzer kann sich freuen. Oder etwa nicht?

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Monopol Telekom: Kartellverfahren wg. Dumpingpreisen - warum nur gegen Telekom??

Vor ein paar Tagen kam die Nachricht über die Ticker, dass ein Kartellverfahren gegen die Telekom eingeleitet ist (z.B. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/77/496393/text/). Der Vorwurf: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung durch nicht kostendeckende Preise, womit die Konkurrenz ausgeschaltet wird.

Ist das nicht sehr ähnlich dem, was das Google-Monopol immer wieder macht?: Google bietet jede Menge nicht kostendeckende (da kostenlose) Dienste an (querfinanziert aus Suchmaschinen-Werbung), mit denen die Konkurrenz ausgeschaltet wird; jüngstes Beispiel ist das kostenlose Navi für Google Handys. Die Aktien des Navi-Herstellers TomTom fielen am Tag der Ankündigung von Google um 20%. Vor einigen Jahren mussten große Teile der Branche der Webstatistik-Auswerter ihr Geschäft schliessen, als Google den Webstatistik-Dienst "Analytics" kostenlos anbot usw.

Warum wird hier vom Kartellrecht mit zweierlei Maß gemessen?? Ich hoffe, ein Jurist kann es mir erklären ...

Wolfgang Sander-Beuermann

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Joseph Weizenbaum: Naturwissenschaft = Weltreligion

Irgendwie passend zu meinem vorigen Blogeintrag "Turing-Test reverse: wann sind Computerprogramme 'intelligenter' als Menschen?" fand ich in einem "Spezial"-Heft "Spektrum der Wissenschaft" (Spezial 3/07, S.80) einen Aufsatz des Computerpioniers Joseph Weizenbaum, der mich beeindruckt hat. Joseph Weizenbaum wurde u.a. berühmt durch sein bereits 1966 entwickeltes Programm ELIZA (ich habe selber 1982 mal einige Zeit damit herumgespielt), das auch heute noch Grundlage vieler Chatbots ist.

Weizenbaum, der im Erscheinungsmonatz des o.g. Heftes verstarb, schrieb:

"Heutzutage ist die Idee, es gebe nur eine einzige Quelle der Wahrheit, nämlich die Naturwissenschaft, für viele eine Selbstverständlichkeit. So wie Menschen in vergangenen Jahrhunderten „Wahrheiten“ vertrauten, die Autoritäten der Kirche lehrten, so glaubt heute eine große Mehrheit der Bevölkerung an Aussagen der Wissenschaft. In diesem Sinn ist die moderne Wissenschaft eine Weltreligion geworden.

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Turing-Test reverse: wann sind Computerprogramme 'intelligenter' als Menschen?

In einem Vortrag zur DGI-Tagung auf der Frankfurter Buchmesse 2009 habe ich zu zeigen versucht, dass wir erst ganz am Anfang einer wissenstechnologischen Entwicklung stehen, welche Perspektiven eröffnet, die wir bisher für utopisch hielten und allein der Science Fiction zuordneten: "allwissende" Informationssysteme widersprechen NICHT den Fundamentalsätzen der Physik, und sie WERDEN eines Tages funktionierende Realität werden. Dabei sprechen wir zwar über Zeiträume von Jahrzehnten oder Jahrhunderten, aber wir müssen unsere gesellschaftlich-politischen Randbedingungen daran orientieren, damit 1984 nicht 100(?) Jahre später doch noch real wird.

Obiges Faktum ("allwissende Informationssysteme werden Realität werden") sagt noch nichts darüber aus, wie diese "Allwissenheit" strukturiert und organisiert ist, auf welcher physikalischen Basis sie realisiert wird und welchen Grad sie erreicht. Werden solche System den Turing-Test bestehen? Die Antwort ist offen. Nehmen wir aber einmal an, wofür es gute Gründe gibt, solche Systeme werden nach den Kriterien des Turing-Test als "intelligent" bezeichnet werden können.

Dann muß die nächste Frage doch folgerichtig lauten: kann es auch Systeme geben, welche die menschliche Intelligenz ÜBERTREFFEN?

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