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Schleswig-Holstein macht es vor: Googles Streetview stoppen

Eine, wie ich finde, sehr interessante PRESSEMITTEILUNG von Grietje Staffelt:

02. Oktober 2008

Schleswig-Holstein macht es vor: Googles Streetview stoppen

Zum vorläufigen "Verzicht" Googles, in Schleswig-Holstein systematisch Straßenzüge
abzufotografieren und diese Fotos im Internet zu
veröffentlichen, erklärt Grietje Staffelt, medienpolitische Sprecherin:

Die Foto-Aktion ist überall rechtswidrig, nicht nur in Schleswig-Holstein. Google muss
sie daher in allen Städten und Gemeinden
sofort stoppen. Wer Straßenzüge ablichten und veröffentlichen will, braucht nun einmal
die Einwilligung der Betroffenen - alles
andere ist illegal.

Seit langem missachtet der Internetgigant die Privatsphäre der Menschen, indem er
Unmengen an persönlichen Daten sammelt,
auswertet und für kommerzielle Zwecke verfügbar macht oder sich sogar politisch
instrumentalisieren lässt. Wir müssen dieser
Datenklauberei endlich einen effektiven Riegel vorschieben.

Wir werden uns in den kommenden Beratungen über die Reform des Datenschutzes für
entsprechende Verschärfungen einsetzen.
Wir wollen gesetzlich absichern, dass auch kritische Geodaten tatsächlich nur nach
vorheriger Einwilligung von Betroffenen
erhoben und genutzt werden können.

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Büro Grietje Staffelt (MdB)
Medienpolitische Sprecherin
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Themen: 

Politik zeigt keine Sensibilität für Suchmaschinen-Quasimonopol

"Suchmaschinen sind die zentralen Instrumente der
Informationsgesellschaft und damit wesentlicher Bestandteil der IT- und
Medien-Politik", so ein Leitgedanke des diesjährigen 5. Suchmaschinen
Kongresses in Berlin. Highlights der Veranstaltung am 25.9.08 waren
neben den gewohnt qualifizierten und vielfältigen Fachvorträgen die
erstmalige Verleihung der Suma Awards 2008 durch den MP3-Erfinder
Professor Karlheinz Brandenburg und die Podiumsdiskussion der
medienpolitischen Sprecher/innen aller Fraktionen des Deutschen
Bundestages zu ihren IT-politischen Zielen.

Thema der Podiums- und Plenumsdiskussion war "die Zukunft der digitalen
Informationsgewinnung in Deutschland". Hierzu waren die
medienpolitischen Sprecher/innen Dorothee Bär für die "CDU/CSU", Heiko
Hilker i.V. von Prof. Dr. Lothar Bisky für "DIE LINKE", Malte Spitz
i.V. von Grietje Staffelt (geb. Bettin) für "BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN",
Jörg Tauss für die "SPD" und Christoph Waitz für die "FDP" auf dem
Podium vertreten. Die Parteienvertreter stimmten darin überein, dass
Suchmaschinen eine zentrale Funktion im Internet haben. Im Hinblick auf
die quasimonopolistische Struktur des Suchmaschinemarktes wird von
politischer Seite jedoch kein Handlungsbedarf gesehen, auch nicht in
Anbetracht von 90% Marktanteil eines einzigen Anbieters.

Während die Regierungsparteien auch generell zum Thema Suchmaschinen
wenig Handlungsbedarf sehen, betonte insbesondere der Vertreter der
Partei "DIE LINKE" die Notwendigkeit eines transparenten Schutzes von
Nutzerdaten. Aus dem Publikum wurde u.a. mehrfach gefordert, die
Haftungsfrage von Suchmaschinen-Betreibern endlich gesetzgeberisch zu
regeln.

Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen SuMa-eV Kongresses in der
niedersächsischen Landesvertretung in Berlin war die Preisverleihung
der erstmals ausgelobten SuMa Awards 2008. Die Jury hatte sich bewusst
nicht für einen einzelnen Preisträger oder ein bestimmtest Fachgebiet
entschieden, sondern parallel zu den gesellschaftlich vielschichtigen
Wirkungen von Suchmaschinen die Preise auf drei Bereiche verteilt:
Suchmaschinentechnik (www.opportuno.de), Medienkunst (www.oamos.de) und
Musik. In seiner ausführlich auf die Preise eingehenden Laudatio
brachte Prof. Karlheinz Brandenburg diese Vielschichtigkeit deutlich
zum Ausdruck. Der Live-Auftritt der Musiker mit dem "Lied vom
Datenkraken" ist im Internet zu sehen und zu hören unter
http://vimeo.com/1817137

Der Geschäftsführer des SuMa-eV, Dr. Wolfgang Sander-Beuermann,
kündigte an, die SuMa Awards auch 2009 in ähnlicher Weise fortzuführen,
denn die Awards sind wichtiger Bestandteil einer fortgeschrittenen
Auseinandersetzung mit den fundamentalen Problemen der
Informationsgesellschaft. Die detaillierten Ausschreibungsbedingungen
mit den Daten für 2009 werden in Kürze unter http://suma-awards.de
erscheinen; die Inhalte der Fachvorträge werden ebenfalls demnächst
über die Webseite des Kongresses abrufbar sein:
http://suma-ev.de/forum08.



Wolfgang Sander-Beuermann

Themen: 

Preisträger der SuMa Awards 2008 stehen fest

MP3-Erfinder Prof. Karlheinz Brandenburg nimmt Preisverleihung vor

Die Preisträger der in diesem Jahr erstmals vergebenen SuMa Awards
stehen fest. Sie wurden von einer Jury des SuMa-eV aus den Bereichen
Suchmaschinentechnik, Medienkunst und Musik ausgewählt. "Da lenkbare
digitale Informationsströme in alle Ebenen der (Wissens)-Gesellschaft
wirken, sind die Preise in sehr unterschiedliche Bereiche vergeben
worden", so Dr. Wolfgang Sander-Beuermann, Geschäftsführer des SuMa-eV.

Die Verleihung der SuMa Awards 2008 wird vom MP3-Erfinder und Direktor
des Instituts für Medientechnik der TU Ilmenau, Prof. Karlheinz
Brandenburg, beim SuMa-eV Kongress am Donnerstag, den 25. September
2008 in Berlin vorgenommen (http://suma-ev.de/forum08/).
Die SuMa Awards sind Förderpreise für den freien Wissenszugang, die zum
ersten Mal 2008 verliehen werden. Sie zeichnen Arbeiten oder Projekte
aus, die praktische oder theoretische Aufgabenstellungen, Lösungen oder
Probleme im Umgang mit dem digitalen Weltwissen aufgreifen und einer
breiten Öffentlichkeit anschaulich präsentieren. Die SuMa Awards werden
vom SuMa-eV zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Internet-Portale
(BDIP) als neue Förderpreise für Suchmaschinen und ihr gesamtes Umfeld
zukünftig jährlich vergeben. Die Preise sind mit jeweils 2.500,-EUR
dotiert.

Die Preisträger der SuMa Awards 2008 sind:

- In der Suchmaschinentechnik:
http://www.opportuno.de von Michael und Andreas Bogen. Die
Job-Suchmaschine Opportuno verbindet modernste Suchmaschinentechnik
mit innovativer Ajax-Technologie zu einem Instrument, das gerade in
der heutigen, durch das Paradoxon von Arbeitslosigkeit und
Fachkräftemangel geprägten Zeit, Menschen wirklich helfen kann.

- In der Medienkunst:
http://www.oamos.com von Marc Lee. Oamos ist eine Suchmaschine
anderer Art: ein inspirationsgebendes Internet-Werkzeug, das für
Suchbegriffe ein crossmediales nutzergesteuertes Informations- oder
Unterhaltungsangebot aus den unendlichen Weiten des Web
zusammenstellt.

- In der Musik:
"Das Lied vom Datenkraken" der FunPunk-Gruppe "Die Betakteten". Der
Song reflektiert in FunPunk-typischer Art den zunehmenden Verlust der
Privatsphäre in der digitalen Gesellschaft; mit Mirco Bogumil (ehem.
"Abstürzende Brieftauben"):
Lead-Gesang & Schlagzeug; Thorsten
Blancke: Bass, Chorus Gesang; Georg Hanske: Gitarre, Chorus Gesang

Die Preisträger werden ihre Arbeiten zum SuMa-eV Kongress
(http://suma-ev.de/forum08/) vorstellen, die Musik wird zum Kongress
live vorgetragen und auf CD erhältlich sein.

Update, 26.9.2008: Der Live-Auftritt der Musiker mit dem "Lied vom
Datenkraken" ist im Internet zu sehen und zu hören unter
http://vimeo.com/1817137

Update, 5.10.2008 Foto der Preisträger

Wolfgang Sander-Beuermann

Themen: 

Suchmaschinen-Vergleichstest

Nachdem es für lange Zeit keine Suchmaschinen-Vergleichstests mehr gab, da jeder sowieso das Ergebnis vorher kannte und der Marktführer als Sieger von vornherein feststand, hat nun die Fachzeitschrift "Computer - Das Magazin für die Praxis" dieses Thema wieder aufgegriffen.
In ihrer aktuellen Ausgabe 07/2008, Seite 96ff ist ein Vergleichstest unter der Überschrift "Googlen Sie noch oder finden Sie schon?" veröffentlicht.
Testsieger ist MetaGer (http://metager.de) und das mit weitem Abstand vor dem Marktführer.

Bewertet wurde (nach Schulnoten):

  • die Qualität der Treffer zu 10 vorgegebenen Beriffen,
  • das Verhältnis der informativen zu den Werbeergebnissen,
  • die Bedienungsfreundlichkeit
  • und der Umgang mit personenbezogenen Daten.

Testsieger: www.metager.de mit der Gesamtnote "sehr gut": 1,49
gefolgt von www.search.wikia.com mit "befriedigend": 3,0
und auf Platz www.google.de mit Gesamtnote "ausreichend" 3,6

Zitat zu MetaGer: "Die Suchergebnisse sind deutlich besser, als bei
allen anderen Suchmaschinen."

Themen: 

Jobangebot: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in ("Suchmaschinist/in" ;-)

Im
Rechenzentrum der Uni Hannover (RRZN) ist eine Stelle für eine/n
wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in zu besetzten, in der es um
Suchmaschinen-Entwicklung und Betrieb geht:
"Für unser Suchmaschinen-Labor suchen wir eine/n qualifizierte/n
Wissenschaftler/in mit Hochschulabschluss in einem
technisch-wissenschaftlichen Studium, bevorzugt aus Bereichen mit engem
Bezug zur Informatik."
Wer sich dafür interessiert, schaue bitte auf:

Themen: 

"Google muss reguliert werden" - sagt Prof. Maurer, TU Graz

In einem bemerkenswerten Interview in der Zeitschrift "Technology Review" sagt Prof. Maurer am Schluss:


Technology Review: Wo sehen Sie Google in den nächsten 10 Jahren, falls der Staat entscheidet, nicht zu regulieren?

Maurer: Als einen Machtfaktor, der stärker als jeder Staat ist. Und als einen Monopolisten, der nicht akzeptierbar ist.

Das gesamte Interview finden Sie unter http://www.heise.de/tr/Google-muss-reguliert-werden--/artikel/101926

Ich hatte diese Diskussion (Regulierung oder nicht) hier im Blog auch schon mal angestossen:
Sind Sie für oder gegen Regulierung bei Quasi-Monopolbildungen?

In dieser Abstimmung gibt es eine klare Mehrheit FÜR Regulierung. Wahrscheinlich ist dieses Thema (Regulierung gegen Monopolbildungen im Internet) nur Teil eines umfassenderen Problems: der Macht von globalen Konzernen im Zeitalter der Globalisierung, der De-Regulierung, des staatlichen Rückzugs aus möglichst vielen Bereichen. Daher scheint mir das o.g. Maurersche Statement durchaus begründet.

Themen: 

Suchmaschinen, Politik und YaCy

(Der komplette zugehörige Artikel zu YaCy: in iX2/08, S.102-105)

Wer heute Informationen sucht, benutzt eine Suchmaschine. Die wiederum
wählt aus, welche Informationen aus der unendlich erscheinenden
Vielfalt sie anzeigt und "entscheidet" so darüber, was der
Fragestellende findet (=weiß).

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