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Weblog von wsb

Studentenproteste, Universitäten, Wissenschaft und Gesellschaft

Es hat realtiv lange gedauert, aber nun endlich hat der Funke aus Österreich auch an deutschen Universitäten und Hochschulen gezündet: es ist Zeit für Veränderungen, für Weiterentwicklung! Woher sollen diese Entwicklungen denn auch kommen, wenn nicht aus den Hochschulen? Von der derzeitigen schwarz-gelben Bundesregierung als reine Machtsicherungsinstitution mit neoliberalen Attitüden der vergangenen Jahrzehnte doch bestimmt nicht.

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Missbrauch der Quasi-Monopolstellung durch Google?

Zunächst mal: Achtung - der Titel hat am Schluß dieses Zeichen "?", ein Fragezeichen! Es ist keine Aussage. sondern eine Fragestellung an die Leser dieses Blogs. Diese Fragestellung ist durch Folgendes motiviert: Google bietet immer neue Dienste an, die es im Internet zwar bereits gibt - aber Google bietet sie im Unterschied zur Konkurrenz kostenlos an. Die Folge: die Konkurrenz auf dem jeweiligen Gebiet geht ein/pleite. Google kann das deswegen kostenlos anbieten, weil an anderer Stelle (bei der Suche mit Online-Werbung) genug Geld verdient wird (Querfinanzierung).

Erstes Beispiel für dieses Vorgehen war Google-Analytics. Nachdem Google dieses Programm zur statistischen Auswertung von Webservern kostenlos im Netz anbot, hatten all die Firmen, welche diesen Dienst kostenpflichtig anboten, keine Chance mehr. Zunächst freut man sich als Verbraucher oder Anwender natürlich, wenn es einen zuvor kostenpflichtigen Dienst nun kostenlos gibt. Aber wenn von diesen Diensten einer nach dem anderen von einer einzigen Firma übernommen wird? Jüngstes Beispiel: das gratis-Navi für das Google-Handy. Der Aktienkurs des Navi-Anbieters TomTom ging zur gleichen Zeit in den Keller, was kein zufälliges Zusammentreffen sein dürfte - und es fragt sich, ob TomTom überleben kann.

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OpenAccess/freiesWissen <-> Urheber-/Leistungsschutzrecht

Wenn ich Blogeinträge schreibe, dann weiss ich (sonst) meistens, was dabei herauskommt, oder zumindest, was ich möchte, dass es dabei herauskommt. In diesem Blogeintrag ist das anders: denn ich habe bisher keine klare Meinung oder Position zum in der Überschrift genannten Thema. Ich habe womöglich manchmal sogar mehrere Meinungen dazu in mir, die sich vielleicht sogar widersprechen. Dennoch ist mir klar, dass unsere digitale Wissensgesellschaft aus dem jetzigen Urheber-/Leistungsschutzrecht und ihren Verwertungsmodellen einen Weg in die Zukunft finden muss.

Wenn ich mich umschaue, welche Positionen andere zu diesem Thema haben, dann kann ich nur eine Gruppe erkennen, welche eine ganz glasklare Position hat: nämlich die Gruppe, die nichts verändern möchte, und alles Bisherige auch in der Zukunft fortsetzen möchte, die Digitalisierung und das Internet ignorierend, bzw. mit der Forderung, dass das Internet an das tradierte Recht angepasst werden müsse. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Position zukunftsfähig ist.

Um meine Gedanken zum Thema weiter zu sortieren, beginne ich mit einer Erfahrung aus meinem eigenen Leben. 1995 hatte ich ein Buch geschrieben mit dem Titel "Internet: Kurz und fündig".

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SuMa Awards 2009 - Preise für die Zukunft des digitalen Wissens

Der SuMa-eV und der Bundesverband deutscher Internetportale (BDIP) vergeben zum zweiten Mal die SuMa Awards - Förderpreise für den freien Wissenszugang im Internet. Gesucht werden Beiträge jeder Art, die sich kreativ mit Gegenwart und Zukunft des digitalen Wissens auseinandersetzen. Einreichungsfrist ist der 31. Mai 2009. Verliehen werden die Preise anlässlich des SuMa-eV Kongresses am 10. September in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin.

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Kartellklage gegen Google

Schon lange war es zu erwarten, nun ist es soweit: in den USA wurde kürzlich die erste Kartellklage gegen Google wegen Mißbrauchs seiner
marktbeherrschenden Stellung eingereicht.

Kläger ist die Firma TradeComet. Der Vorwurf: Google habe seine Werbepreise für die von TradeComet betriebene Suchmaschine SourceTool.com massiv und ungerechtfertigt um 10.000% erhöht, um sie als Konkurrenten auszuschalten.

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Die Monokultur - Google über Google: "Diese Website kann Ihren Computer beschädigen"

google Heute Nachmittag war es mal wieder soweit: Google lieferte für knapp eine Stunde Unfug: http://www.golem.de/0901/64971.html , aber keine Ergebnisse. Dieses Szenario - Totalausfall Google - will in der Monopol-Diskussion selten jemand glauben.

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Neue Forschungsförderung

In einer vorigen Diskussion hier im SuMa-eV Blog (http://blog.suma-ev.de/ Thema: "98%", http://blog.suma-ev.de/node/89), entstand die Frage, wie eine bessere, neue Forschungsförderung konkret aussehen müsste. Im folgenden ein paar Gedanken dazu - weitere Diskussion ist mehr als willkommen.

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98%

Willkommen im neuen Jahr und in der IT-98%-Bananenrepublik! Als wir den SuMa-eV vor viereinhalb Jahren gegründet haben, gab es noch eine vielfältige Suchmaschinenlandschaft. Jetzt ist endgültig der Zustand eingetreten, vor dem wir immer gewarnt haben: die grossen Drei (Google, Yahoo, MSN) haben mit ihren Suchmaschinen zusammen 98% Marktanteil. Dazu kommt als 4-te amerikanische Firma "Ask" mit 0,5%. In den Nischen der restlichen 1,5% tummeln sich alle anderen noch nicht insolvent gewordenen oder die wenigen Newcomer.

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Charta des digitalen Datenschutzes und der Informationsfreiheit

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat eine bemerkenswerte
Initiative gestartet: den Aufruf zur Diskussion über eine "Charta des
digitalen Datenschutzes und der Informationsfreiheit": http://www.bfdi.bund.de/cln_027/nn_531002/sid_ECD5D473272E8C048926A58394...

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Folgerichtiges Weiterdenken der Vorratsdatenspeicherung

In Deutschland soll "dank" Vorratsdatenspeicherung jede EMail-Kommunikation zwischen allen Bürgern auf Vorrat gespeichert werden. Bei jeder EMail wird also gespeichert, WER als Absender an WEN als Empfänger geschrieben hat. Da ist es doch nur folgerichtig, wenn das Gleiche auch für die Briefpost gilt - sonst schreiben sich Terroristen ihre Briefe einfach mit der Post und stecken diese in den nächsten Briefkasten; es kann ja wohl nicht Sinn der Aktion sein, die terroristsischen Aktivitäten aus dem Internet in die Briefkästen zu verlegen. Im Nachbarland Polen hat man dieses bereits erkannt und tut genau das:

Zitat (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29158/1.html): "Der polnische Geheimdienst ABW lässt zum Aufbau einer Datenbank
Absender und Empfänger von Briefen sowie deren graphologischen Daten
scannen". Sehr gut erkannt ist dort, dass man natürlich auch die graphologischen Daten speichern muss!

Das Ganze ist leider kein Scherz, und wir haben auch nicht den 1. April, sondern bei unseren Nachbarn in Polen bereits Realität. Wenn in Deutschland die Vorratsdatenspeicherung vom Verfassungsgericht nicht gestoppt werden sollte, dann ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis wir auch in Deutschland soweit sind - auch wenn das jetzt in der Politik heftig bestritten werden sollte, es ist doch nur logisch und folgerichtig.

Wolfgang Sander-Beuermann

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