SuMa-eV, Verein für freien Wissenszugang
Ein wesentlicher Baustein für die Wissensgesellschaft der Zukunft ist, dass Wissen frei verfügbar ist. Das bedeutet nicht unbedingt, dass es immer auch kostenlos erreichbar sein muss, aber es sollte zu Bedingungen verfügbar sein, welche es für die allermeisten Individuen einer Gesellschaft leicht zugreifbar macht. Mit dem Internet sind wir, trotz aller Vorbehalte und Wenn und Aber, dieser Vision ein gutes Stück näher gekommen.
Welches sind die Hindernisse dabei?
Für den Leiter des Suchmaschinenlabors an der Leibniz-Universität in Hannover, Dr. Wolfgang Sander-Beuermann, ist der Google- Kartendienst Street View „nur die Spitze des Eisbergs“. Seine Horrorvision: Globale Internetkonzerne wie Google übernehmen das Netz vollständig, und der Nutzer ist nur noch Konsument, „dem man möglichst das Geld aus der Tasche“ zieht.
Mit dem Kartendienst Street View hat Google jetzt auch die Politik gegen sich aufgebracht. Ist die Aufregung berechtigt?
Was mir gerade auffällt, wenn ich mit die Liste der Nominierten anschaue: 20% davon kommen aus Wien! ich glaube, das wird kein Zufall sein: Wien IST einfach eine extrem kreative Stadt, in der kreative Ideen und Menschen wachsen, blühen und gedeihen :-).
"Es gibt ja sehr viele freie Inhalte im Internet. Diese freien Inhalte, Wikipedia ist ein prominentes Beispiel, es gibt auch freie Musik, und alles unter Creative Commons, und die Open-Access-Bewegung: alles produziert freie Inhalte. Aber der Zugang zu diesen Inhalten ist proprietär. Sie müssen über eine Suchplattform gehen, die eine geheime Software betreibt, die Sie nicht selber benutzen können und eben unabhängig werden von einem proprietären Betreiber. Und hier gibt es eine fehlende Funktion in der Kette.
Gerald Reischl: "Wie schätzen sie die aktuelle Situation nach dem Bekanntwerden der WLAN-Scans von Google Street View ein? Ist Googles Image nun im Keller bzw. bröckelt Googles Saubermann-Image?"
Wolfgang Sander-Beuermann: "Ich sehe das, auch nach dem Googleschen WLAN-Fall, noch nicht so: die Google-Gläubigen sind unbeirrbar in ihrem Glauben. Davon kann jeder Kirchentag nur träumen. Man sieht es an der unveränderten Zugriffsstatistik zur Google-Suche und an den Twitter-Kommentaren der 'Gläubigen'. Seit China hat Google bei den Gläubigen einen Heiligenschein.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde des SuMa-eV,
bevor wir zum Hauptthema dieses Newsletters, der existentiellen Gefährdung von Suchmaschinen durch Neuformulierungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) kommen, vorab ein paar Worte zum:
Selbstverständnis des SuMa-eV
Unser Namenskürzel SuMa-eV weist auf den Ursprung hin: SuMa-eV wurde im Juli 2004 gegründet als "Gemeinnütziger Verein zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs". Da sich diesen langen Namen erstens niemand merken kann, und da zweitens der Wissenszugang nicht nur durch Suchmaschinen erfolgt, haben wir 2009 den Namen in "SuMa-eV - Verein für freien Wissenszugang" geändert.
Das Internet steht am Beginn einer neuen Epoche. Ging es bisher um schnellen, niedrigschwelligen Wissenszugang und einfache weltweite Vernetzungsmöglichkeiten, drängen kommerzielle und machtstrategische Interessen zunehmend in den Vordergrund. Freiheit und Offenheit weichen schrittweise Zensur und Kontrolle.
Unser Worst-Case-Szenario: Die Zivilgesellschaft wird diesen Eingriff ins Netz nicht verhindern können. Vor diesem Hintergrund möchten wir aus einer deutschen und europäischen Perspektive die strategische Diskussion um den Charakter des Internets der Gesellschaften eröffnen.
Was kommt nach dem Wilden Westen im Netz?
Die Zivilgesellschaft setzt auf Ansätze wie Open Source, Netzneutralität und Schwarmintelligenz.
Neueste Kommentare
vor 23 Wochen 6 Tage
vor 24 Wochen 1 Tag
vor 24 Wochen 2 Tage
vor 24 Wochen 3 Tage
vor 24 Wochen 3 Tage
vor 27 Wochen 7 Stunden
vor 30 Wochen 1 Tag
vor 30 Wochen 5 Tage
vor 36 Wochen 6 Tage
vor 37 Wochen 5 Stunden