Widerspruch gegen Street View kann eingelegt werden per Briefpost an:
Google Germany GmbH
- Street View -
ABC-Strasse 19
20354 Hamburg
oder per EMail an:
Wie gesagt: die Vorwürfe in der Kartellklage sind im einzelnen nicht öffentlich bekannt, also können wir dazu gar nichts sagen. Bekannt sind lediglich recht allgemeine Formulierungen: Google manipuliere die Suchergebnis-Reihenfolge. Machen wir uns nun die Mühe, selber nach Fakten zu suchen.
Zum Vorwurf: Manipulation der Suchergebnisse. Dazu geben wir bei google.de das Wort >europa< ein. Wir erhalten zunächst stimmig Erscheinendes, dann jedoch einen Ausgabeblock mit der Überschrift "Ergebnisse anzeigen für: europa versicherung" und dann einige Ergebnisse, welche die "Europa-Versicherung" darstellen. Nanu, das sieht doch aus wie ein typischer Werbeblock, abgesetzt durch waagerechte Linien. Dieser Block ist jedoch nicht als Werbung gekennzeichnet. Das erscheint mir schon seltsam. Ähnliches funktioniert auch zu anderen Abfragewörtern.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde des SuMa-eV,
zum Beginn eines neuen Jahres hat es sich bewährt, über den Tellerrand der Tagespolitik hinaus nach vorn und hinten und um sich herum zu schauen. Dazu muss weder Wildbad Kreuth noch das Dreikönigstreffen Vorbild sein, aber die Absicht ist dort sicherlich ähnlich. Die Blickrichtung unseres "Vereins für freien Wissenszugang" sollte umfassen, was mit der Wissens- und Informationsgesellschaft zu tun hat. Wie also hat sich diese Gesellschaft entwickelt, wohin tendiert sie?
Die IT-Gesellschaft 2009
Über die Entwicklung im vergangenen Jahr gibt eine eindrucksvolle Statistik der Firma Comscore [1], ausgewertet von FAZ.NET [2]. Der FAZ-Artikel ist überschrieben: "Internet-Weltrangliste: Google baut seinen Vorsprung aus" - die Webseiten von Google sind die weltweit am häufigsten angeklickten, gefolgt von Microsoft, Yahoo, Facebook und Wikimedia. So weit, so nicht gut, aber so ist es.
Aber als Unworte des Jahres schlage ich vor:
Weihnachtsstress + Weihnachtstauwetter
Frohe Weihnachten und einen guten Start nach 2010!
Wolfgang Sander-Beuermann
Man sollte nun denken, dass all die besorgten Datenschutzaktivisten, die beim Bundesverfassungsgericht so vehement gegen die Vorratsdatenspeicherung klagen oder protestieren, sich darüber bewusst sind, was bei den globalen Quasimonopolen in den USA gespeichert wird, und dass kein deutscher Datenschutz die Weitergabe dieser Daten verhindert. Man sollte also erwarten, dass diese Dienste auch weniger und weniger genutzt werden. Jedoch: das Gegenteil ist der Fall. Man möge mich bitte nicht falsch verstehen: ich bin nicht für die Vorratsdatenspeicherung, nein, ich bin sogar einer der 34.000 Kläger dagegen - aber ich bin für BEWUSSTES Handeln und Surfen im Internet!!
Wahrscheinlich ist den meisten, die diesen Dienst benutzen, nicht klar, welches gewaltige Machtinstrument dem Google-Konzern damit in die Hand gegeben wird: Damit erhält Google endlich alle Klicks des ahnungslosen Internet-Surfers zur Kenntnis. Bisher kannte die Firma "nur" das, was über ihre Suchmaschine lief; nun werden auch die Adressen erfasst, die der Nutzer direkt in den Browser eingibt - nichts bleibt mehr verborgen, das gesamte Nutzungsverhalten ist bei einer Firma kumuliert.
Ist das nicht sehr ähnlich dem, was das Google-Monopol immer wieder macht?: Google bietet jede Menge nicht kostendeckende (da kostenlose) Dienste an (querfinanziert aus Suchmaschinen-Werbung), mit denen die Konkurrenz ausgeschaltet wird; jüngstes Beispiel ist das kostenlose Navi für Google Handys. Die Aktien des Navi-Herstellers TomTom fielen am Tag der Ankündigung von Google um 20%. Vor einigen Jahren mussten große Teile der Branche der Webstatistik-Auswerter ihr Geschäft schliessen, als Google den Webstatistik-Dienst "Analytics" kostenlos anbot usw.
Warum wird hier vom Kartellrecht mit zweierlei Maß gemessen?? Ich hoffe, ein Jurist kann es mir erklären ...
Wolfgang Sander-Beuermann
Weizenbaum, der im Erscheinungsmonatz des o.g. Heftes verstarb, schrieb:
"Heutzutage ist die Idee, es gebe nur eine einzige Quelle der Wahrheit, nämlich die Naturwissenschaft, für viele eine Selbstverständlichkeit. So wie Menschen in vergangenen Jahrhunderten „Wahrheiten“ vertrauten, die Autoritäten der Kirche lehrten, so glaubt heute eine große Mehrheit der Bevölkerung an Aussagen der Wissenschaft. In diesem Sinn ist die moderne Wissenschaft eine Weltreligion geworden.
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